Die Erfindung von Navigationssystemen hat Landkarten so gut wie überflüssig gemacht. Dank einfacher Eingabe gelangt man direkt zum Ziel – ganz ohne falsches Abbiegen oder nervige Diskussionen mit dem Beifahrer. Doch leider klappt das nicht immer.
Das Portal MietwagenCheck hat einige typische Fehler von TomTom und Co. aufgedeckt. Gute Gründe, weshalb man die gute alte Landkarte doch vorsichtshalber immer noch dabei haben sollte.
Adresse falsch eingetippt
Beim Eintippen der Adresse passiert es leicht, dass man Buchstaben vertauscht oder auslässt. So mancher Pilger landete aus diesem Grund statt in Lourdes schon im 90 Kilometer entfernten Dörfchen Lourde.
Auch wer von der Fährstation Puttgarden auf der Insel Fehmarn in Richtung Dänemark ablegen möchte, sollte vorsichtig bei der Eingabe sein. Schnell vergisst man ein „t“ und kommt stattdessen nach Putgarten. Das liegt aber dummerweise 360 km weiter östlich.
Ziel nie erreicht
Auch Navigationssysteme machen Fehler. Diese Erfahrung musste eine Familie aus Zschorlau machen, die vergebens auf die Lieferung ihrer Waschmaschine wartete. Der Lieferant hatte zwar die richtige Adresse eingegeben, das Navi lotste ihn aber entweder in einen Wald oder in den nächsten Ort. Erst beim dritten Anlauf hat es geklappt. Dieses Mal hatte die Familie den Fahrer per Telefon zu sich geleitet.
Noch mehr Pech hatte eine britische Reisegruppe: Ein Navi-Fehler führte sie sogar ins falsche Land. Statt nach Lille in Frankreich fuhren sie nach Lille in Belgien. Leider fiel selbst dem Busfahrer der Fehler erst am Ziel auf. Bei der Weiterfahrt passte er dann besser auf und verließ sich nur noch auf die gute alte Landkarte.
Irrsinnige Befehle
Wer sich ausschließlich auf die freundliche Stimme aus dem Off verlässt, kann nicht nur ziemlich auf die Nase fallen – auch die Unfallgefahr steigt. Wenn es beispielsweise mitten auf der Autobahn heißt „Bitte wenden Sie jetzt“ kommt schon mal kurz Verwirrung auf. Auch nicht besser ist es, wenn das Navi empfiehlt, dem Straßenverlauf zu folgen, dieser aber in einem Fluss endet. Wurden schon länger keine Updates mehr aufgespielt, kann es bei neuer Straßenführung brenzlig werden: Nicht wenige dürften deswegen schon mehrere Runden gedreht haben, bevor sie festgestellt haben, dass sie immerzu im Kreis gefahren sind.
Böse verfranst hatte sich ein zu gutgläubiger Autofahrer aus Thüringen als er den Abkürzungs-Rat des Navis befolgte. Seine Fahrt endete im tiefsten Wald. Erst mit Hilfe der Polizei fand er wieder heraus. Gerade noch mal gut gegangen ist die Navi-Irrfahrt eines Hamburger Familienvaters: Er landete in einem Moor und musste mit einem Traktor geborgen werden.
Fazit
Gerade wenn man eine längere Fahrt vor sich hat, sollte man vorher zumindest eine grobe Orientierung haben, wo man hinwill. Damit erspart man sich nicht nur unnötigen Stress, wenn das Navi mal wieder unlogische Hinweise gibt, sondern reduziert auch die Unfallgefahr. Und es kann nie schaden, zur Absicherung doch noch eine Karte im Handschuhfach zu haben.
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