Bereits zehntausende von Kunden nutzen die Car Sharing-Angebote der großen Automobilhersteller, wie car2go von Mercedes, DriveNow von BMW, Flinkster von der Deutschen Bahn oder seit November 2011 die Leihflotte Quicar von VW. Der Entwicklungsdienstleister EDAG kombiniert dieses Geschäftsmodell mit einem weiteren Trend der Automobilbranche, dem Thema Elektromobilität. Vom 8. -18. März 2012 präsentiert der Dienstleister als Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon mit dem Concept Car "EDAG Light Car - Sharing" ein Fahrzeugkonzept für Elektroautos.
Am öffentlichen Nahverkehr orientiert
Das elektrisch angetriebene "EDAG Light Car - Sharing" orientiert sich in der Nutzung am öffentlichen Nahverkehr. Denn wer ein Auto lediglich spontan und für Kurzeinsätze nutzen möchte, stellt ganz andere Anforderungen als ein Autokäufer. Beim "EDAG Light Car - Sharing" gibt es beispielsweise keine Ablageflächen oder aufwändige Türverkleidungen. Neben Gaspedal, Bremse und Lenkrad findet man lediglich einen Hebel für den Blinker. Das Anzeigedisplay stellt nur rudimentäre Informationen wie Geschwindigkeit, Ladezustand, Reichweite und Navigation zur Verfügung. Das Auto hat zwei Seitentüren, eine geteilte Hecktüre und bietet Platz für sechs Personen. Dank seiner Höhe von 1,90 ermöglicht es einen bequemen Einstieg. Die Klappsitze und Transportkapazitäten sind für den Wochenendeinkauf und die Unterbringung eines Kinderwagens konzipiert. Für die Innenausstattung werden robuste Materialien eingesetzt, wie man sie aus Straßenbahnen und Bussen kennt. Sie sind leicht zu reinigen und modular auszutauschen.
Keine Angst vor leichten Parkremplern
Nutzer des E-Leihfahrzeugs müssen auch vor leichten Parkremplern keine Angst haben: An den neuralgischen Stellen sind Pads aus "Technogel" angebracht, die kleinere Karambolagen verzeihen. Eine zentrale Rolle als Kommunikationsinstrument spielt das Licht: Ob das Fahrzeug gerade geladen wird, reserviert ist oder zum Mieten bereit steht wird durch eingebaute LEDs weithin sichtbar angezeigt. Beim Parken und Öffnen des Fahrzeugs projiziert ein im Spiegel eingebauter Laser eine Sicherheitszone auf den Asphalt und sorgt so für einen sicheren Ein- und Ausstieg. Wenn das Fahrzeug nicht bewegt wird, kann die Heckscheibe zudem als elektronische Werbefläche vermarktet werden. Den Machern des elektrobetriebenen Concept Cars schwebt vor, mit dieser Variante von Leihfahrzeugen eine Stilikone ähnlich dem „London-Taxi“ zu prägen.
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