Die wilden Fluten aus den Gebirgen rauschen unaufhaltsam ins Tal. Mutige können sich davon mitreißen lassen – in einem Schlauchboot. In Gruppen von vier oder mehr Personen gilt es, die Talfahrt auf dem reißenden Gebirgsbach in eine geregelte Bahn zu lenken, mit Hilfe von einfachen Stechpaddeln. Dieser atemberaubende Zeitvertreib heißt dann Rafting – und ist ein sehr beliebtes Freizeitvergnügen.
Rafting ist mittlerweile eine sichere Angelegenheit, bei der selbst Ungeübte kaum ein Risiko eingehen, während sie einen wahren Kick erleben. Der Kick kommt aus der Nähe zur Natur und deren Urgewalt. Rasante Stromschnellen schütteln das Boot hin und her, eiskaltes Spritzwasser behindert die Sicht. Gleichzeitig erhebt sich abseits des Flusses eine atemberaubende Bergkulisse.
Dank strenger Sicherheitsmaßnahmen, darunter verschiedene Wasserstufen und staatliche Sicherheitsprüfungen für die Bootsführer, ist das Vergnügen nahezu risikolos. Natürlich gehören zu guter Letzt - wenn eine geprüfte Tour gebucht wird - auch Schwimmwesten und Neoprenanzüge gegen allzu kaltes Wasser zu den Vorsichtsmaßnahmen.
Beim Rafting sitzen alle Mann in einem Boot und müssen, um das Schlauchboot auf Kurs zu halten, auch zusammenarbeiten. Gerne werden Touren daher von eingespielten Freundeskreisen, aber auch zum Teambuilding genutzt, wo Unbekannte lernen, einander zu vertrauen und sich dabei noch besser kennenlernen.
Geraftet wird bevorzugt in den Alpen und dem Alpenvorland – dort sind die Bäche und Flüsse besonders reißend. Organisierte Touren sind in Bayern (verstärkt um das oberbayrische Bad Tölz oder in Berchtesgaden) und in Tirol - zum Beispiel im Ötztal - vorab buchbar.
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