Immer mehr Wintersportler suchen die unbefahrene Piste und den jungfräulichen Pulverschnee abseits der präparierten und ausgewiesenen Abfahrten. Boarder und Skifahrer gleichermaßen zieht es in Backcountry, um dort den Tiefschnee stauben zu lassen. Allerdings lauern dabei nicht zu verachtende Gefahren. Variantenfahrer sollten einige Sicherheitsratschläge beachten, um das Risiko von Schneelawinen so gering wie möglich zu halten. Hilfreich sind z.B. Lawinenkurse, die der Innsbrucker Verein zur Information über alpine Gefahren den ganzen Winter kostenlos in zahlreichen Skigebieten Österreichs veranstaltet, so genannte Snow & Avalanche Awareness Camps (SAAC). Unsere Tipps für sichere Ausflüge in den Powder abseits der Piste:
Tipps: Sicher ins Backcountry
Der Lawinenlagebericht mit den aktuellen Gefahrenstufen wird täglich von den österreichischen Lawinenwarndiensten unter www.lawine.at veröffentlicht. Die darin enthaltenen Informationen sind Grundlage für die Planung von Ausflügen in den Tiefschnee. Was die Lageberichte dem Bergfreund genau verraten, wird unter anderem im Theorieblock der Camps von erfahrenen Bergführern vermittelt. Abseits präparierter Pisten sollten beispielsweise ab Gefahrenstufe 2 Hänge über 40° Neigung vermieden werden, bei Gefahrenstufe 3 sind Neigungen über 35° schon bedrohlich. Nordhänge mit Windverwehungen und Schneewehen an exponierten Stellen sind generell am risikoreichsten, allerdings wartet genau dort auch der beste Schnee. Sportler, die sich entscheiden, in solche gefährdeten Hänge einzufahren, sollten dies einzeln und niemals in der Gruppe tun. Ein weiterer, vielleicht Lebensrettender Tipp der Bergführer: Gruppen sollten schon immer vor der Abfahrt einen sicheren Sammelpunkt außerhalb des Gefahrenbereichs festlegen.
Lawinenverschüttetensuchgerät, Schneesonde und Schaufel an Bord?
Freeriden ist ein Trendsport, bei dem ein besonderes Maß an Verantwortung nötig ist. Egal ob mit dem Snowboard oder auf Skiern, beim Winterspaß im Tiefschnee sollte jeder Teilnehmer eine Lawinenausrüstung mit sich führen. Das Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) ist beim Variantenfahren auf "senden" eingestellt und wird am Körper getragen. Wird eine Person Opfer eines Lawinenabgangs führt jedes auf "suchen" umgestellte LVS schnell zu dem unter Schneemassen begrabenen Verunglückten. Die genaue Position und Tiefe des Eingeschlossenen kann mit Hilfe von zusammensteckbaren, mindestens 240cm langen Schneesonden herausgefunden werden. Dann ist schnelles Graben angesagt. Mit einer für den Rucksacktransport geeigneten Schneeschaufel muss das Opfer so schnell wie möglich befreit werden. Schon nach 15 Minuten sinken die Überlebenschancen von Verschütteten drastisch. Durch die warme Atemluft vereist die Atemhöhle und wird zur luftdichten Erstickungsfalle.
SAAC in Warth-Schröcken
Ein beliebtes Skigebiet für Variantenfahrer und Freerider ist Warth-Schröcken im österreichischen Vorarlberg. Das schneereiche und übersichtliche Skigebiet bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich abseits der präparierten Pisten auszutoben. Um den Ausflug ins Backcountry so sicher wie möglich zu gestalten ist Warth-Schröcken mehrmals im Jahr Gastgeber der kostenlosen Lawinencamps von SAAC. In einem abendlichen Theorie-Teil und einem Praxistag am Berg vermitteln Bergführer den Teilnehmern wichtiges Grundwissen in Lawinenkunde und Rettungsstrategien.
Das nächste kostenlose Basis-Camp in Warth-Schröcken findet am 10. und 11. März statt. Noch tiefer in die Materie geht die zweite Stufe des Camps. Das "SAACnd Step Camp" ist kostenpflichtig und wird in Warth-Schröcken vom 11. bis 16. März sowie vom 22. bis 25. März abgehalten. Weitere Termine und Veranstaltungsorte der Snow & Avalanche Awareness Camps verrät die Internetseite www.saac.at.
Hike&Ride-Kurse
Mit den SAAC Lawinencamps hat der Freeride-Top-Spot Warth-Schröcken eine gelungene Verbindung von Trendsport und verantwortungsvollem Umgang mit den Gefahren am Berg gefunden. Die besten Tiefschneeabfahrten entdecken Interessierte jetzt auch mehrmals jährlich in den neuen Hike&Ride-Kursen der Skischulen Warth und Schröcken. Bei den mehrtägigen Veranstaltungen im März begleiten professionelle Skilehrer die Gruppen durch die Bergwelt des Hochtannbergs und des Arlberggebiets und zeigen den Tiefschneefans die besten Runs abseits der Piste.
Audi Q3 Vail: Der Wintersportler mit 314 PS bei Auto-news-blog.de












