Begriffe wie F1 und DTM sind fast jedem ein Begriff, dazu braucht es keinen ausgewiesenen Motorsportfan. Und selbst wer sich mit den Regeln und Details nicht auskennt, der weiß wenigstens die Namen Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Fernando Alonso richtig einzuordnen. Aber Motorsport ist viel mehr als das. Neben Formel 1, Rallye, Deutscher Tourenwagen Meisterschaft und dem in den USA berühmten NASCAR gibt es auch attraktive Rennserien für Zweiräder.
Die Motorradrennserien sind nach Kubik-Klassen unterteilt, die Königsdisziplin firmiert unter dem Namen MotoGP. Früher wurden die verschiedenen Klassen einzig mit der Hubraumgröße bezeichnet, es gab 125, 250, 300 und 500 Kubikzentimeter. Aktuell werden in der höchsten Klasse Motoren mit maximal 800 Kubik Hubraum gefahren, die "zweite Liga" fährt mit maximal 600 Kubik.
Da ist also ordentlich Dampf hinter. Eine weitere Ähnlichkeit zur Formel 1: Auch beim Moto GP müssen die Maschinen eigens für die Serie entwickelte Prototypen sein. Sportlich steht MotoGP der F1 ebenfalls in Nichts nach. Während F1-Boliden geschätzte 700 PS an den Start bringen, haben die Motorräder wahnsinnige 250 PS zwischen den Reifen.
Die Formel 1 wird weltweit mit enormer Aufmerksamkeit bedacht. Auch weil die Serie auf dem gesamten Globus Station. Neunzehn Rennen trägt der Rennzirkus in dieser Saison aus, und macht dabei mehrmals in Europa, mehrfach in Asien und im Nahen Osten aber auch für wenigstens ein rennen in Nord- und Südamerika Halt. Der Rennkalender der Motorradklassen ist ähnlich voll wie der der Vierrad-Renner. Achtzehn Vergleiche gibt es in den Serien, die sich ebenfalls von Australien über Europa bis nach Nordamerika einmal um den Erdball spannen.
Die Protagonisten im Moto GO kennen - im Vergleich zur Formel 1 - nur die wenigsten. Und selbst die DTM erfährt durch ehemalige F1-Fahrer wie David Coulthard oder Ralf Schumacher enorme Aufmerksamkeit. So wie einst Michael Schumacher, vor seinem Comeback, die Formel 1 dominierte, hat auch der MotoGP ihren Superstar: den Italiener Valentino Rossi. Der 31-Jährige hat nicht nur in gleich vier Rennklassen (125, 250, 500 und MotGP) den Weltmeistertitel geholt, er konnte auch die ersten vier Jahre MotoGP-Jahre für sich entscheiden. Bis dato gewann er gleich vier von sechs möglichen Titeln.
Die Konkurrenz aber ist groß, und ähnlich international wie im gesamten Rennsport. In der Formel 1 geben aktuell der Australier Mark Webber und der Deutsche Sebastian Vettel, zusammen mit dem Briten Lewis Hamilton und dem Spanier Fernando Alonso, den Ton an. Im MotoGP sind neben dem Italiener Rossi der US-Amerikaner Nicky Hayden, der Australier Casey Stoner und der Spanier Dani Pedrosa die dominierenden Köpfe.
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