Schlechter Service und Missverständnisse – der Besuch beim Schrauber kann für Autofahrer unangenehm und vor allem teuer enden. Mit einigen Tipps lässt sich das Ärger-Potential beim Werkstattbesuch aber minimieren.
Muss das Auto zur Inspektion oder Reparatur, ist es zunächst wichtig, mit dem Kfz-Meister des Vertrauens klare Absprachen zu treffen und den genauen Umfang des Auftrags schriftlich zu fixieren. Ein guter Kfz-Betrieb wird nichts dagegen haben, Kunden einen Blick hinter die Kulissen werfen zu lassen und die nötigen Arbeiten zu besprechen, während das Auto auf der Hebebühne steht. So können vor der Fahrzeugabgabe gleich bereits vorhandene Kratzer und Beulen dokumentiert werden. Falls das Auto während des Werkstattaufenthalts beschädigt wird, kann so unkompliziert nachgewiesen werden, was vorher noch in Ordnung war.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Um böse Überraschungen auf der abschließenden Rechnung zu vermeiden bietet es sich außerdem an, sich vorab über die Stundensätze des Mechanikers zu informieren. Markengebunde Werkstätten sind dabei oft teurer als freie Betriebe. Zu einem rundum guten Service zählen auch Pünktlichkeit und Kommunikation, die der Kunde aktiv einfordern sollte. Zwar wird selbst eine kompetente Werkstatt einen Termin ab und zu nicht einhalten können, in diesem Fall gehört es aber zum Standard, den Kunden rechtzeitig zu informieren und einen neuen Abholtermin zu vereinbaren.
Bei der Abholung des Autos sollten die in der Auftragsbestätigung festgehaltenen Arbeitsschritte nochmals mit den tatsächlich unternommenen Serviceleistungen abgeglichen werden. Lassen sich am Fahrzeug Mängel feststellen oder wurde die Reparatur nicht vollständig ausgeführt, empfiehlt der ADAC, auf der Rechnung "Zahlung unter Vorbehalt" zu vermerken. So sichert man sich rechtlich ab, bevor die Mängel in einem anschließenden Reklamationsschreiben an die Werkstatt nochmals schriftlich aufgelistet werden. Gut zu wissen: Mindestens zwölf Monate lang muss eine Werkstatt für Mängel einstehen, die sie verursacht hat.
Expertenrat aus dem WWW
Last but not least sollten Kfz-Rechnungen und Kostenvoranschläge auf Fehler geprüft werden. Hat man die Gelegenheit zur Rechnungsprüfung verpasst oder fühlt sich von den zahlreichen Fachbegriffen überrumpelt, versprechen neuerdings auch Online-Dienstleister wie Inspekto.de schnelle und kompetente Hilfe. Einfach die Rechnungskopie als Scan oder Foto hochladen und von Experten kontrollieren lassen, lautet die Prämisse der Online-Kfz-Plattform. Und auch denjenigen Kunden, die bisher noch keine Werkstatt für Reparatur, Inspektion & Co. gefunden haben, macht das Internet das Leben leichter: Das Werkstattportal SchadenLaden.de zum Beispiel verspricht, Autobesitzern die günstigsten Reparaturbetriebe in ihrer direkten Umgebung zu vermitteln. Wer sich bei Schwierigkeiten mit der Autowerkstatt nicht auf Ratschläge aus dem Netz verlassen will, kann sich aber auch an den ADAC wenden, wo Spezialisten für Technik und Rechtsfragen weiterhelfen.
Das große Kfz-technische Abkürzungs-ABC bei Kfztech.de.












