Ein abgesenktes Dach, zehn Zentimeter mehr Radstand und vorne eine um fünf Zentimeter breitere Spur machen die Proportionen des aktuellen Porsche 911 noch gedrungener und sportlicher als beim Vorgänger. Das Auftreten der intern als 991 bezeichneten Baureihe von Porsche ist ab Dezember 2011 beim Händler zu bestaunen. Bei dem seit 40 Jahren produzierten Modell wird generell jede Veränderung von der Fangemeinde äußerst kritisch betrachtet - und Porsche will die Erwartungen natürlich erfüllen.
Schneller ist der Neue, das ist gut. Dass er dabei auch sparsamer ist und weniger CO² produziert, wird als angenehmer Nebeneffekt empfunden. Erreicht wird das Plus an Speed mitunter durch eine Reduzierung des Gewichts um rund 50 Kilo. Dafür verringerte Porsche den Hubraum des Sechszylinder-Boxermotors, beim Basismodell auf 3,4 Liter. Ein erstmals im Carrera serienmäßig verbautes Start-Stopp-System macht sich vor allem an der Tankstelle bemerkbar. Ein automatisches Doppelkupplungsgetriebe schaltet beim Rollen selbstständig in den Leerlauf und verringert den Verbrauch ebenfalls. Und wer das manuelle Schaltgetriebe bevorzugt, findet im neuen 911 erstmals bei einem PKW einen serienmäßigen siebten Gang.
Performance auf der Straße
Auch die Fahreigenschaften des 911 werden durch die Modellmodifikationen positiv beeinflusst. Weniger Störungsanfällig für Seitenwind und Unebenheiten ist die aktuelle Karosserie, zudem sind höhere Kurvengeschwindigkeiten fahrbar. An dieser Eigenschaft wirken auch ein tieferer Schwerpunkt und eine optionale Wankstabilisierung mit. Für genügen Leistung sorgen 350 PS im 911 Carrera und 400 Pferdestärken im 911 Carrera S, die perfekte Soundkulisse ist hier natürlich inklusive. Die Kraft des Wagens bringen beim S-Modell jetzt größere 20 Zoll-Räder auf die Straße. Die neue Schuhnummer verbessert neben der Performance auch den Komfort für die Insassen.
Wehrmutstropfen
Der einzige Kritikpunkt an dem überarbeiteten Modell ist die Optik der Scheinwerfer. Vielen Fans sind die neuen Leuchten zu rund, dem Porsche Boxter zu ähnlich oder einfach zu lieb für einen 911. Doch solange dies der einzige Nachteil des aktuellen Sportlers ist, wird auch dieser Porsche seine Freunde finden.
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