"Jeden Tag ein bisschen besser" – mit diesem Slogan wirbt eine bekannte Supermarktkette und eine in dieselbe Richtung zielende Aussage hängt Jürgen Klinsmann auch zwei Jahre nach Ende seines Engagements beim FC Bayern noch nach. Der ehemalige Bundestrainer hatte großspurig angekündigt, jeden Bayern-Spieler jeden Tag ein wenig voranzubringen. Keine leichte Aufgabe, wie "Klinsi" am eigenen Leib erfahren musste. Auch Autohersteller stehen einer ähnlichen Herausforderung gegenüber, wenn echte Erfolgsmodelle einer Neukonzeption unterzogen werden.
Was gibt es an einem bewährten Produkt zu verbessern? Kleinigkeiten allemal. Aber solange die Veränderungen dezent und winzig bleiben, lassen sich große Facelifts oder neue Konzepte nur schwer als große Meilensteine feiern. Der Spagat bei einer Neuauflage eines gut gelittenen Modells besteht also darin, auch skeptische und traditionsbewusste Käufer und Fahrer von den eher moderaten aber doch sicht- und spürbaren Verbesserungen zu überzeugen. Zudem soll der Neue ähnlich viel Spannung versprechen wie das Original. Einige Marken begnügen sich mit kleinen Facelifts. Andere Hersteller wagen mehr.
So , nach eigener Aussage, Mercedes-Benz. Der schwäbische Automobilkonzern hat eine Neuauflage seines CLS in Angriff genommen. Der Original-CLS kam 2003 auf den Markt und schuf eine neue Fahrzeugkategorie, die erstmals die Eleganz und Dynamik eines Coupés mit dem Komfort und der Funktionalität einer Limousine verband. Die Öffentlichkeit war begeistert, ein Aushängeschild für Mercedes für Jahre geboren: Lange blieb der CLS das einzige viertürige Coupé in seiner Klasse und fand weltweit rund 170.000 Käufer.
Der neue CLS wird im Oktober auf dem Pariser Autosalon (2. bis 17. Oktober 2010) Weltpremiere feiern. Unvergessen bei der Überarbeitung des CLS blieb die Pionierrolle seines Vorgängers, und doch präsentiert Mercedes den Neuen als absoluten Neuauftritt. "Der neue CLS setzt ein Ausrufezeichen für die zukünftige, sinnliche Formensprache von Mercedes-Benz", sagt Professor Gorden Wagener, Designchef von Mercedes-Benz.
Was ist anders am 2010er CLS? Das neue Design zeigt sich bereits in der Frontansicht. Der CLS wagt beim Kühlergrill und Motorhaube einen Stilbruch, die Verbindung zwischen beiden ist nicht fließend. Das zentrale Stern-Logo rückt den neuen CLS näher an die anderen Coupés der Marke und weist dabei Parallelen zum ebenfalls überarbeiteten Vorzeigemodell SLS AMG auf. Die lange Motorhaube, die bewährte, schmale Fenstergrafik mit rahmenlosen Seitenscheiben und das nach hinten abfallende Dach aber zeigen unbestritten Parallelen zum Vorgänger. Absolut neuartig, so Mercedes, sind die Voll-LED-Lichter des CLS. Sie bieten volle, dynamische Funktionalität. Blinker, Positionslicht und Abblendlicht koexistieren auf engstem Raum und ergänzen sich zur bestmöglichen Fahrunterstützung bei Dunkelheit.
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